Mittwoch, 9. Juni 2010

Vom Sportplatz direkt in den Himmel

Von unserem Redaktionsmitglied Gisbert Niederführ

Seit 1962 gibt es ASGI Schorndorf. Jetzt hat die Mannschaft, so Trainer Konstantinos Tselekidis, „Geschichte geschrieben“. Erstmals gelang ein Aufstieg. Die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga B I hat ASGI allerdings nicht nur in die Kreisliga A befördert.

Es ging gleich einige Stufen weiter nach oben. „Meine Spieler sind jetzt im Himmel“, sagt Tselekidis und beschreibt damit deren Gefühlslage nach dem Erfolg.Im Vorjahr war die Mannschaft schon nah dran gewesen am Aufstieg, belegte Platz zwei und scheiterte danach in der Aufstiegsrelegation. Für Tselekidis war damals klar gewesen, es noch einmal zu versuchen. Allerdings waren dazu Verstärkungen nötig. Und die bekam er. Mit Gino Bianco, Fabio Gaudio, Franco Di Simone oder Ferhat Dönmez bekam er Spieler, die zum Teil schon mehrere Klassen weiter oben gespielt hatten. Der qualitativ gute und auch umfangreiche Kader, so der Trainer, sei sehr wichtig gewesen.Schwierig war’s zu Beginn dennoch, denn Tselekidis stellte auf 4:4:2 um, ein System, das viele Spieler noch nicht kannten. Vielleicht gab’s auch deshalb gleich am vierten Spieltag eine 1:2-Heimniederlage gegen die Spvgg Rommelshausen.19-mal in Folge unbesiegt – dann 0:2 in StettenDanach allerdings blieben die Schorndorfer 19-mal unbesiegt. Hauptaufgabe von Tselekidis war es in dieser Phase, dafür zu sorgen, die Mannschaft am Boden zu halten. Das scheint ihm gelungen zu sein. Er lobt die Disziplin seiner Spieler. Sie hätten immer konzentriert gearbeitet. „Im Training waren immer 16 bis 18 Spieler“, sagt er.Dennoch wurde es in der Schlussphase nochmals eng. 0:2 unterlag ASGI beim TV Stetten, der nach Punkten zum Tabellenführer aufschloss. Tselekidis: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die trotzdem ruhig weitergearbeitet hat.“ Fünf Siege folgten, ASGI hatte die Meisterschaft sicher.Eine verdiente Meisterschaft findet Tselekidis. Wie’s nun allerdings weitergeht, ist offen. „Jetzt war nur die Meisterschaft wichtig.“ Die Gespräche über die Zukunft wurden aufgeschoben. Auch die Zukunft von Tselekidis selbst ist offen. Wenn jedoch alle Spieler bleiben, wird wohl auch er mit in die Kreisliga A I gehen. Für die Gespräche ist müssen nun erst die Voraussetzungen geschaffen werden. Schmerzlich für die Spieler: Sie müssen sich aus dem Himmel wieder verabschieden.