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Montag, 21. Juni 2010

Immer wieder glänzt der Maskenmann

Von Nicole Theuer

Immer wieder glänzt der Maskenmann
SVS-Spieler Regis Dorn erzielt gegen Alexander Rödler das 1:1. Maskenmann Rödler bringt die Weißen schier zur Verzweiflung. Aber am Ende setzt sich doch der klare Favorit aus dem Profifußball durch. Fotos: Alexander Bertok

Fussball - Um es vorweg zu nehmen, es hat sich in die Ergebnismeldung kein Fehler eingeschlichen. Das Jubiläumsspiel zwischen dem TSV Obergimpern und dem SV Sandhausen endete tatsächlich nur 1:5, und es ist durchaus richtig, dass die Platzherren 14 Minuten lang in Front lagen.

Strahlende Gesichter Lange vor dem Spiel war die Aufregung bei den Einlaufkindern groß. Fototermin am Rande des Platzes, leuchtende Trikots in den Vereinsfarben und strahlende Gesichter bei den Bambini zeugten von einem Großereignis. "Eigentlich wollte ich lieber mit denen da einlaufen", erzählt Sveja und zeigt auf die Spieler des TSV Obergimpern, die sich in der linken Platzhälfte warm machen. Aber die Enttäuschung der Fünfjährigen hält sich in Grenzen, als sie erfährt, dass sie die weiß gekleideten Gäste auf das Feld begleiten soll. Der Fußballbegeisterung der künftigen ABC-Schützin tut das keinen Abbruch. "Ich spiele gerne Fußball und neulich habe ich auch schon ein Tor geschossen", erzählt Sveja freudestrahlend.

Ähnlich aufgeregt wie die kleinen Kicker sind auch die Zuschauer. Etwas spärlich ist der Besuch schon ausgefallen, Interimsvorstand Wilfried Guthörle hofft bis zum Schluss, dass noch mehr kommen. Die, die den Weg zum Sportgelände gefunden haben, beschäftigt die Frage, welche Spieler der Gast wohl mitgebracht hat. Theo Strauß ist ein Kenner des Drittligisten. "Ich interessiere mich für die Mannschaft, seit sie in der dritten Liga spielt." Dementsprechend sachkundig studiert er den Spielberichtsbogen und weiß, welche Spieler neu sind. "Das ist schon nicht die zweite Mannschaft, die da auf dem Feld steht", nickt er anerkennend. "Die Sandhausener sind schon längere Zeit in der Vorbereitung, da erhoffe ich mich schon etwas."

Die Neuzugänge sieht der Obergimperner in der Pflicht. "Sicherlich ist der Kampf um die Stammplätze entbrannt, da ist so ein Spiel für die Neuzugänge die Möglichkeit, sich zu empfehlen." Deshalb, so glaubt er "können sie sich keine lasche Vorstellung erlauben."

Verzweiflung Da irrt sich der Fußballkenner Strauß. Zur Pause bekennt er ernüchtert, "ich bin enttäuscht, ich habe mehr erwartet". Dafür kommen die Fans der Platzherren voll auf ihre Kosten. Maskenmann Alexander Rödler scheint zwischen den Pfosten eine Gummiwand zu sein und bringt die Weißen schier zur Verzweiflung. Schießen die optisch überlegenen Gäste, ist meistens noch ein Bein, ein Körperteil oder Rödler dazwischen, das befürchtete Schlachtfest bleibt aus. 1:5 heißt es dann am Ende für den Drittligisten und die Einheimischen können sich über viel Lob für die gezeigte Leistung freuen.

TSV Obergimpern: Rödler (Kipp), Faul, Kadorah (Ost), Gabel, Seußler (Schuster), Roth (Hagner), Rockstuhl (Jusczyk), Forster (Braun), C. Lakos, Müller, S. Lakos;

SV Sandhausen: Löhe (Böttger), Glubo, Schulz, Fischer, Löning (Prokop), Schauerte, Dorn (Karlidag), Ristic, Sievers (Vetter), Pischorn, Rohracker;

Tore: 1:0 (17.) C. Lakos, 1:1 (31.) Dorn, 1:2 (38.) Schauerte, 1:3 (55.) Pischorn, 1:4 (57.) Sievers, 1:5 (81.) Pischorn;

Schiedsrichter: Olaf Hautzinger (Sinsheim);

Zuschauer: 350.

Immer wieder glänzt der Maskenmann
Beim TSV Obergimpern ist der Jubel nach dem 1:0 groß. 14 Minuten lang liegen sie in Führung. Dann aber legt der Drittligist Sandhausen los.
Immer wieder glänzt der Maskenmann
Rund 350 Zuschauer waren beim Spiel in Obergimpern dabei.