Freitag, 18. Juni 2010

Saisonbilanz mit einigen Überraschungen

Von Nicole Theuer

Saisonbilanz mit einigen Überraschungen
Zweikampf zwischen Denis Streck vom VfB Bad Rappenau (rechts) und Eraam Yildirim von der SG Waibstadt. Foto:Alexander Bertok

Fussball - Wieder einmal ist eine Saison in der Kreisklasse A Sinsheim zu Ende gegangen, wieder einmal gab es Überraschungen, mit denen niemand wirklich rechnete und wieder setzte sich ein Aufstiegsfavorit am Ende durch. Es war fast ein Start-Ziel-Sieg der SG Waibstadt, die ruhig und souverän ihre Kreise zog, nie schlechter als Platz zwei positioniert war, während dahinter die Kämpfe tobten. Lange Zeit sah die SG Eschelbach wie der sichere Vizemeister aus, doch vor allem in der Rückrunde zeigte die Mannschaft ungeahnte Schwächen und konnte mit der Konkurrenz nicht mehr Schritt halten.

Überraschung

Dann schlug die große Stunde des 1. FC Stebbach. "Wir haben eine überraschend gute Saison gespielt, mit der keiner rechnen konnte", staunt Arpad Huber, Übungsleiter bei den Kleeblättern. Nach den letzten turbulenten Spielzeiten war es das große Ziel, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Dass es am Ende die Vizemeisterschaft wurde, damit rechneten wohl nur die kühnsten Optimisten. "Es hat eigentlich nur der letzte Schritt gefehlt", trauert Huber der verpassten Chance im Relegationsspiel nach. "Aber wir haben die Niederlage schnell verdaut, vor allem, da uns Fans und alle, die mit dem Verein verbunden sind, beim Saisonabschluss bescheinigt haben, was für eine tolle Saison wir hingelegt haben." In der Tat, nach dem ersten Spieltag waren die Kleeblätter noch Siebter, erst ab dem 27. Spieltag auf dem zweiten Rang platziert. Doch was war ausschlaggebend für den Höhenflug? Huber muss nicht lange überlegen. "Die individuelle Klasse der einzelnen Spieler, sowie der Teamgeist der Mannschaft. Patrick Stoll, ein A-Juniorenspieler, hat seine Sache, genauso wie die anderen Spieler, die für die Verletzten nachgerückt sind, sehr gut gemacht." Nach einer mäßigen Vorbereitung kam das Aha-Erlebnis für die Mannschaft nach der Partie gegen Sinsheim. "Nach diesem Spiel haben wir gesehen, was möglich ist."

Abstiegskampf

Einen ähnlichen Höhenflug, wenngleich nicht in selben Höhen, legte der VfB Bad Rappenau hin. Gestartet als Tabellenzehnter, fiel man schnell in die Abstiegszone zurück. Doch nach der Winterpause lief es plötzlich bei den Kurstädtern, am Ende sprang ein zehnter Platz heraus. "Jetzt spielen wir irgendwie effizienter", meinte Vorstand Ralf Bittler, "in der Vorrunde hat die Mannschaft oft das Spiel gemacht und wurde nicht belohnt, jetzt machen wir die Tore." Während sich Rappenau des Abstiegsgespenstes entledigen konnte, machte das überraschend in Ittlingen Station. Darauf deutete lange Zeit nichts hin. Doch über den vierten Platz (1. Spieltag) über Rang sechs und elf, ging es runter bis auf den 13. Rang, der am Ende die Relegation bedeutete. Dort lagen die Käfer schnell mit 2:0 in Front und es schien, dass sie den Abstieg vermeiden könnten, aber dann schlug das Schicksal zu und mit 2:4 musste man gegen den VfB Eppingen II die Segel streichen. Jetzt heißt es für die Ittlinger sich zu konsolidieren und in der neuen Saison wieder angreifen. Wie der Wiederaufstieg geht, haben die Eppinger vorgemacht.