Freitag, 21. Mai 2010

Kein Favorit auszumachen

Von unserem Redaktionsmitglied Gisbert Niederführ

2007 hat mit dem VfL Winterbach II überraschend ein Kreisliga-B-Team den Fußball-Bezirkspokal gewonnen. Diesmal könnte es ein A-Ligist werden. Iraklis Waiblingen schwimmt auf der Erfolgswelle. Bezirksligist SV Remshalden allerdings ist nicht weniger gut drauf. Alles offen also vor dem Finale am Montag in Winterbach

Vor einem Jahr gab es Iraklis Waiblingen noch gar nicht. Damals kämpfte sich Panellinios Waiblingen in der Kreisliga A durch, die Hellenen Waiblingen in der Kreisliga B. Nun steht das Team, das sich überwiegend aus ehemaligen Hellenenspielern zusammensetzt, kurz vor der Meisterschaft in der Kreisliga A I. Vier Punkte Vorsprung vor den letzten beiden Spieltagen sind ein gutes Polster. Und jetzt folgt auch noch der Pokalsieg?So weit will Trainer Dimitrios Papadopoulos noch nicht denken. „Das wird sehr, sehr schwer. Andi Lang wird seine Jungs schon richtig puschen.“ Papadopoulos ist zunächst einmal froh, dass seine Spieler „eine gute Entwicklung gemacht“ haben. Auch in einer für ihn überraschenden Hinsicht. Übertriebenen Trainingsfleiß konnte er seinen Spielern bisher nicht vorwerfen. „In den letzten zwei, drei Wochen sind aber jetzt massenweise Leute im Training. Die wollen das jetzt alle mitnehmen.“ Den Erfolg, die gute Stimmung. Papadopoulos: „Wir sind in einem schönen Traum. Hoffentlich wachen wir nicht so schnell auf.“Andi Lang, Trainer der SV Remshalden, will die Griechen allerdings am Montag aufwecken. Wie in Waiblingen ist auch in Remshalden die Stimmung bestens. Nach einer schwachen Vorrunde sicherte sich die SVR in schon vorzeitig den Verbleib in der Bezirksliga. Lang: „Die wichtigste Aufgabe ist erfüllt.“ Der Erfolg der letzten Wochen habe das ganze Umfeld wachgerüttelt. „Den Schwung wollen wir nutzen.“Sein Team gehe befreit und gleichermaßen motiviert ins Spiel. Die Chancen sieht er bei 50:50. Lang fehlen gleich drei Stammspieler: Kai Mayerle (Studium), Lukas Kohler (Urlaub) und Celil Arici (verletzt). Stürmer Heiko Mozer (12 Treffer) jedoch ist dabei, und vor dem hat Iraklistrainer Papadopoulos besonderen Respekt. Umgekehrt gilt das allerdings auch für die Iraklisangreifer. Christos Kourtidis und Ismael Cangür haben zusammen 53 Treffer erzielt.Es könnte also ein sehr offensives Finale werden. Womöglich sogar eines zum Träumen für die Zuschauer?Frauen: Zweite Chance für HegnachBereits um 14 Uhr stehen sich im Frauenfinale der SV Hegnach (Regionenliga) und der TSV Bad Rietenau (Landesliga) gegenüber. Für die Hegnacher ist das die zweite Chance. Schon im Vorjahr traten die beiden gegeneinander an. 2:0 führte der klassentiefere SV Hegnach bereits und musste sich schließlich doch noch beugen; wenn auch erst im Elfmeterschießen.